Auf einen Blick
- Hanfsamenöl, CBD-Öl und Hanfwurzelextrakt sind drei verschiedene Dinge. Sie kommen aus verschiedenen Teilen der Pflanze und tun in der Pflege Verschiedenes. Die Verwechslung ist der häufigste Fehler beim Kauf.
- Hanfsamenöl ist ein leichtes Pflegeöl mit hohem Anteil an Linolsäure und rund 3 % Gamma-Linolensäure. Es zieht schnell ein und hinterlässt keinen Fettfilm.
- Linolsäure ist ein Baustein der Hautbarriere. Gamma-Linolensäure überspringt einen Umbauschritt, der mit den Jahren langsamer wird. Alpha-Linolensäure liefert das pflanzliche Omega-3: 15 bis 19 g pro 100 ml Hanföl.
- Vitamin E aus dem Hanföl: 61 mg pro 100 ml. Ein Esslöffel (15 ml) liefert 9,2 mg, das sind 76 % der Referenzmenge. Vitamin E trägt dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen.
- Zink aus geschälten Hanfsamen: 10,1 mg pro 100 g. Eine Portion von 30 g liefert 3,0 mg, das sind 30 % der Referenzmenge. Zink trägt zur Erhaltung normaler Haut bei.
- Was du hier nicht findest: Heilversprechen. Kosmetik pflegt, sie behandelt keine Hauterkrankungen.
Hanf in der Kosmetik ist ein Regal voller Verwechslungen. Auf der einen Tube steht Hanfsamenöl, auf der anderen CBD, auf der dritten Hanfwurzelextrakt, und alle drei zeigen dasselbe grüne Blatt. Für die Haut sind das aber drei ganz unterschiedliche Zutaten.
Ich sortiere das hier einmal sauber durch. Was in einem Hanfsamenöl steckt und was es auf der Haut tut. Wo CBD herkommt und wo die rechtliche Grenze verläuft, wenn jemand darüber spricht. Und warum ich als Ernährungswissenschafterin bei Hautthemen immer zuerst auf den Teller schaue, bevor ich auf den Tiegel schaue.
Hanfsamenöl, CBD-Öl, Hanfwurzelextrakt: drei verschiedene Dinge
Die Hanfpflanze liefert drei kosmetisch interessante Rohstoffe, und sie kommen aus drei verschiedenen Pflanzenteilen. Das ist kein Detail für Fachleute, sondern der Grund, warum zwei Produkte mit Hanf auf der Packung völlig verschieden sein können.
| Rohstoff | Woher | Rolle in der Pflege |
|---|---|---|
| Hanfsamenöl INCI: Cannabis Sativa Seed Oil | Kaltgepresst aus dem Samen | Pflegeöl und Trägeröl. Leicht, zieht rasch ein. |
| CBD INCI: Cannabidiol | Extrahiert aus Blüten und Blättern | Kosmetischer Inhaltsstoff. Enthält kein Samenöl. |
| Hanfwurzelextrakt INCI: Cannabis Sativa Root Extract | Aus der Wurzel | Traditionell in Salben zur äußeren Anwendung. |
Ein Hanfsamenöl enthält also kein CBD. Und ein CBD-Produkt enthält nicht automatisch Hanfsamenöl, außer das Samenöl wird als Trägeröl verwendet, was oft der Fall ist. Wer ein leichtes Pflegeöl sucht, braucht das Samenöl. Wer CBD sucht, muss auf die INCI-Liste schauen, nicht auf das Blatt am Etikett.
Gerdas Tipp
Dreh die Packung um und lies die INCI-Liste von oben. Steht „Cannabis Sativa Seed Oil“ an dritter Stelle, ist ordentlich Samenöl drin. Steht es an letzter Stelle hinter dem Parfum, ist es Deko.
Was Hanfsamenöl auf der Haut macht
Hanfsamenöl ist ein trockenes Öl. Das heißt: Es fühlt sich beim Auftragen nicht schwer an und hinterlässt keinen Film, der eine halbe Stunde lang glänzt. Der Grund liegt im Fettsäuremuster. Der größte Anteil ist Linolsäure, dazu kommen rund 3 % Gamma-Linolensäure, eine Fettsäure, die in Pflanzenölen selten vorkommt.
Hinzu kommt die pflanzliche Omega-3-Fettsäure: 15 bis 19 g Alpha-Linolensäure pro 100 ml, je nach Hanfsorte, Erntejahr und ob geschält oder ungeschält.
In der Pflege heißt das praktisch: Das Öl zieht schnell ein und eignet sich auch für Gesichtshaut, die zu Glanz neigt. Es lässt sich pur verwenden, als letzter Schritt nach der Feuchtigkeitspflege, oder es steckt als Basis in Cremes und Salben.
Wie du es anwendest
Zwei bis drei Tropfen auf die leicht feuchte Haut, sanft einklopfen statt reiben. Auf feuchter Haut verteilt sich das Öl besser und schließt Wasser ein. Für den Körper reicht ein Teelöffel nach dem Duschen, solange die Haut noch nicht ganz trocken ist.
Zur Haltbarkeit, weil die Frage oft kommt: Hanfsamenöl ist wegen seines hohen Anteils mehrfach ungesättigter Fettsäuren empfindlich. Kühl und dunkel lagern, nach dem Öffnen innerhalb weniger Monate aufbrauchen. Riecht es ranzig, gehört es nicht mehr auf die Haut.
Omega-3, Alpha- und Gamma-Linolensäure: was sie in der Haut tun
Jetzt wird es kurz fachlich, aber ohne Fachchinesisch. Wenn du verstehst, wie deine Hautbarriere gebaut ist, kannst du danach jede Werbeaussage selbst einordnen.
Stell dir die oberste Hautschicht wie eine Ziegelmauer vor. Die Hautzellen sind die Ziegel. Dazwischen sitzt eine Fettschicht, der Mörtel. Er besteht aus Ceramiden, Cholesterin und freien Fettsäuren. Dieser Mörtel entscheidet, wie viel Feuchtigkeit in der Haut bleibt und wie viel nach außen verdunstet.
Linolsäure: der Baustein im Mörtel
Linolsäure ist eine Omega-6-Fettsäure und essenziell. Der Körper kann sie nicht selbst herstellen, sie muss über das Essen kommen. In der Haut ist sie Bestandteil eines bestimmten Ceramids, das die Fettschichten miteinander verhakt. Ohne diesen Baustein wird die Mauer durchlässig.
Was dann passiert, ist seit den Dreißigerjahren beschrieben: Bei einem echten Mangel an essenziellen Fettsäuren wird die Haut schuppig und trocken und verliert mehr Wasser nach außen. Das ist eine der ältesten gesicherten Beobachtungen der Ernährungsforschung.
Linolsäure ist die Hauptfettsäure im Hanfsamenöl. Deshalb passt das Öl kosmetisch gut zur Haut: Man gibt der Barriere einen Stoff, den sie ohnehin verwendet.
Gamma-Linolensäure: warum hier das Alter mitspielt
Gamma-Linolensäure entsteht im Körper aus der Linolsäure. Dafür braucht es ein Enzym mit dem sperrigen Namen Delta-6-Desaturase. Dieser Umbauschritt ist der Engpass der ganzen Kette, und die Aktivität dieses Enzyms lässt mit den Jahren nach.
Deshalb ist Gamma-Linolensäure aus dem Lebensmittel interessant: Sie überspringt den Engpass, weil sie fertig ankommt. Und sie ist selten. Nur eine Handvoll Pflanzenöle enthält sie überhaupt: Nachtkerze, Borretsch und Hanf. Unser Hanföl liefert rund 3 % Gamma-Linolensäure.
Alpha-Linolensäure: das pflanzliche Omega-3
Alpha-Linolensäure ist die pflanzliche Omega-3-Fettsäure und ebenfalls essenziell. Unser kaltgepresstes Bio-Hanföl enthält davon 15 bis 19 g pro 100 ml.
Der Punkt, der oft untergeht: Alpha-Linolensäure und Linolsäure benutzen dieselben Enzyme im Körper. Sie stehen also in einer Warteschlange. Deshalb geht es bei Omega-3 und Omega-6 nie um das eine gegen das andere, sondern um beide in einem vernünftigen Verhältnis. Hanföl bringt von Haus aus ein günstiges mit.
Und noch etwas, das ich dazusagen muss, auch wenn es unbequem ist: Der Körper baut Alpha-Linolensäure nur zu einem kleinen Teil in die langkettigen Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA um, wenige Prozent. Wer gezielt EPA und DHA sucht, findet sie in fettem Fisch oder Algenöl, nicht im Hanföl.
Was ich dir auch noch sagen möchte
Was du oben gelesen hast, ist Physiologie: wie die Hautbarriere gebaut ist und welche Rolle diese Fettsäuren darin spielen. Das ist gut belegt. Was daraus nicht folgt: dass ein Löffel Öl mehr das Hautbild verbessert, wenn du ohnehin ausreichend versorgt bist. Die Forschung zu dieser Frage ist dünn. Deshalb gibt es in der EU auch keine zugelassene gesundheitsbezogene Angabe für Alpha-Linolensäure oder Gamma-Linolensäure zur Haut. Ich nenne dir die Funktionen. Ein Ergebnis verspreche ich dir nicht.
Schöne Haut beginnt innen
Hier bin ich als Ernährungswissenschafterin ehrlicher, als es dem Verkauf von Kosmetik guttut: Die Haut ist ein Organ, und sie wird von innen versorgt. Eine Creme arbeitet in den obersten Schichten. Was darunter passiert, entscheidet der Stoffwechsel, und der bekommt seine Bausteine über das Essen.
Bei den Fettsäuren habe ich dir gerade gesagt, wo die Grenze der Belege verläuft. Bei zwei anderen Nährstoffen aus unserem Sortiment ist die Lage klarer: Dort gibt es zugelassene Aussagen, und unsere Laborwerte liegen über der Schwelle, ab der man sie verwenden darf.
Zink aus geschälten Hanfsamen
Geschälte Hanfsamen enthalten laut Eurofins-Prüfbericht 10,1 mg Zink pro 100 g. Eine Portion von 30 g, zwei gehäufte Esslöffel, liefert damit 3,0 mg. Das sind 30 % der Referenzmenge für Erwachsene.
Zink trägt zur Erhaltung normaler Haut bei. Außerdem trägt Zink zu einem normalen Eiweißstoffwechsel bei und dazu, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen.
Vitamin E aus dem Hanföl
Unser kaltgepresstes Bio-Hanföl enthält 61 mg Vitamin E pro 100 ml. Ein Esslöffel entspricht 15 ml und liefert damit 9,2 mg, das sind 76 % der Referenzmenge. Vitamin E trägt dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen.
Ein Esslöffel Hanföl über den Salat, zwei Esslöffel geschälte Hanfsamen ins Müsli. Das ist der ganze Aufwand. Kein Ernährungsplan, keine Kapsel.
CBD in der Hautpflege: was gesagt werden darf
CBD ist als kosmetischer Inhaltsstoff zugelassen und taucht in Salben, Cremes und Rollern auf. Für Kosmetik gilt die Kosmetik-Verordnung. Dort sind pflegende Aussagen erlaubt, etwa dass ein Produkt Feuchtigkeit spendet oder die Haut geschmeidig macht.
Wo es aufhört: Sobald jemand behauptet, ein Produkt behandle eine Hauterkrankung, etwa Neurodermitis, Schuppenflechte oder Akne, ist das keine Kosmetikaussage mehr, sondern eine arzneiliche. Die ist ohne Zulassung nicht erlaubt. Und für CBD selbst gibt es in der EU keine zugelassene gesundheitsbezogene Aussage. Keine einzige.
Deshalb findest du auf unseren Seiten zu CBD-Produkten nur Zusammensetzung, Konzentration, Herkunft und Anwendungsart. Nicht, weil wir nichts zu sagen hätten, sondern weil alles andere rechtlich nicht gedeckt wäre. Unsere CBD-Produkte kommen von BioBloom in Apetlon im Burgenland, sie sind Handelsware und klar getrennt von dem, was auf unseren eigenen Feldern wächst. Mehr dazu im Beitrag CBD einfach erklärt.
Das Endocannabinoid-System der Haut
Die Haut besitzt eigene Cannabinoid-Rezeptoren. Das ist der Grund, warum CBD in der Kosmetik überhaupt untersucht wird. Dieses Rezeptorsystem, in der Fachliteratur Endocannabinoid-System genannt, findet sich in mehreren Geweben des Körpers, auch in der Haut.
So weit die Beschreibung. Jetzt der Teil, der in vielen Texten fehlt: Aus der bloßen Existenz eines Rezeptors folgt keine Wirkung, und schon gar keine, mit der geworben werden darf. Die Forschung dazu läuft, sie ist in weiten Teilen vorklinisch, und die EU hat keine gesundheitsbezogene Aussage zu CBD zugelassen.
Gerdas Tipp
Wenn ein Anbieter dir schreibt, sein CBD-Produkt helfe gegen eine bestimmte Erkrankung, dann sagt dir das weniger über das Produkt als über den Anbieter. Seriöse Hersteller nennen den Gehalt und legen ein Analysezertifikat bei. Mehr geht rechtlich nicht, und mehr braucht es auch nicht.
Hanfsamenöl, CBD-Pflege und Creme im Vergleich
Die häufigste Frage, die mir gestellt wird, lautet: Ersetzt das jetzt meine Creme? Kurze Antwort: nein, und es muss auch nicht. Die drei Produktarten sind unterschiedlich gebaut, und das sieht man am besten nebeneinander.
| Kriterium | Hanfsamenöl | CBD-Pflege | Klassische Creme |
|---|---|---|---|
| Was drinsteckt | Linolsäure, Gamma-Linolensäure, Alpha-Linolensäure, Vitamin E | Cannabidiol in einem Trägeröl, meist Hanfsamenöl | Wasser, Fettphase, Emulgator, je nach Rezeptur weitere Zutaten |
| Name auf der INCI-Liste | Cannabis Sativa Seed Oil | Cannabidiol | wechselt je nach Produkt |
| Textur | leichtes Öl, zieht rasch ein | Öl, Salbe oder Creme, je nach Basis | von sehr leicht bis sehr reichhaltig |
| Konservierung | reines Öl kommt ohne aus | je nach Formulierung | in der Regel nötig, weil Wasser enthalten ist |
| Was darüber gesagt werden darf | pflegebezogene Aussagen nach der Kosmetik-Verordnung | dasselbe, eine zugelassene Wirkaussage zu CBD gibt es in der EU nicht | je nach Inhaltsstoff, teils mit belegten Aussagen |
| Lichtschutz | nein | nein | nur, wenn ausdrücklich als Sonnenschutz ausgelobt |
| Preis je Anwendung | niedrig, ein paar Tropfen reichen | mittel bis hoch | sehr unterschiedlich |
In der Praxis schließt sich das nicht aus. Viele nehmen tagsüber ihre gewohnte Creme mit Lichtschutz und abends ein paar Tropfen Öl. Das ist kein Produktstapel, das sind zwei Schritte.
Vier Ideen für den Alltag
Zwei für die Haut, zwei für den Teller. Mehr braucht es nicht, um Hanf im Alltag unterzubringen.
1 · Abends ein paar Tropfen
Zwei bis drei Tropfen Hanfsamenöl auf die noch leicht feuchte Haut nach dem Reinigen, sanft einklopfen statt reiben.
2 · Salbe für strapazierte Stellen
Hände, Ellbogen, Schienbeine, dort, wo die Haut im Winter spannt. Eine Salbe deckt ab und bleibt länger liegen als ein Öl.
3 · Ein Esslöffel übers Dressing
15 ml Bio-Hanföl liefern 9,2 mg Vitamin E, 76 % der Referenzmenge. Vitamin E trägt dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen.
4 · Hanfsamen ins Müsli
Zwei Esslöffel geschälte Hanfsamen sind rund 30 g und liefern 3,0 mg Zink, 30 % der Referenzmenge. Zink trägt zur Erhaltung normaler Haut bei.
Worauf du beim Kauf achtest
Vier Dinge, die du in dreißig Sekunden am Produkt prüfen kannst.
- Die INCI-Liste von oben lesen. Steht „Cannabis Sativa Seed Oil“ weit vorne, ist ordentlich Hanfsamenöl drin. Steht es hinter dem Parfum, ist es Deko.
- Bei CBD: Gehalt in Prozent oder Milligramm. Steht nur „mit CBD“ drauf, weißt du nichts. Seriöse Anbieter nennen die Menge.
- Analysezertifikat. Für CBD-Produkte gibt es Laborberichte zu Gehalt und Reinheit. Wer keines hat oder es nicht herausrückt, hat einen Grund dafür.
- Naturkosmetik-Siegel prüfen, nicht bloß das Wort. „Natürlich“ ist kein geschützter Begriff, ein Siegel wie Natrue oder Cosmos dagegen ein geprüfter Standard.
Haltbarkeit und Lagerung
Hanfsamenöl ist reich an mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Genau das macht es interessant, und genau das macht es empfindlich gegen Licht, Wärme und Sauerstoff.
- Ungeöffnet gilt das Datum auf der Flasche, dunkel und kühl gelagert.
- Nach dem Öffnen innerhalb von drei bis vier Monaten aufbrauchen, in der Küche wie im Bad.
- Dunkles Glas, kühler Platz. Nicht auf die helle Fensterbank und nicht neben die Heizung.
- Der Geruchstest entscheidet. Frisches Hanföl riecht nussig und grasig. Riecht es stechend oder nach altem Fett, gehört es weder aufs Brot noch ins Gesicht.
Was bei uns im Sortiment bleibt
Wir sind ein Lebensmittelbetrieb. Kosmetik ist bei uns ein bewusst kleines, ausgewähltes Beiwagerl und kein zweites Standbein. Deshalb führen wir nicht alles, was es mit Hanf gibt, sondern eine überschaubare Auswahl, hinter der wir stehen. Diese drei bleiben:
- Bio-CBD-Salbe mit Hanfwurzelextrakt: die Salbe, nach der bei uns am häufigsten gefragt wird.
- Trompetol Hanfsalbe Extra: die klassische Hanfsalbe, seit Jahren im Sortiment.
- CBD-MSM-Roller: zum gezielten Auftragen, ohne dass man sich die Hände einschmiert.
Dazu unser kaltgepresstes Bio-Hanföl. Das ist ein Lebensmittel und steht deshalb nicht in der Kosmetikkategorie. Für die Haut lässt es sich trotzdem verwenden, wie oben beschrieben.
Ausgelistet haben wir die Hanf-Zahnpflege. Sie hat zu wenig Anklang gefunden. Wenn du Hanf in der Mundpflege suchst: Das Ölziehen mit Hanföl geht weiterhin, dazu gibt es einen eigenen Beitrag.
Häufige Fragen, ehrlich beantwortet
Ist Hanfsamenöl komedogen, verstopft es die Poren?
Hanfsamenöl gilt als leichtes Öl, das rasch einzieht. Wie deine Haut darauf reagiert, ist trotzdem individuell. Probier es zuerst an einer kleinen Stelle und beobachte ein paar Tage.
Kann ich das Speiseöl aus der Küche auf die Haut geben?
Grundsätzlich ja, es ist derselbe Rohstoff. Achte auf Frische und darauf, dass die Flasche sauber bleibt. Für die tägliche Gesichtspflege ist eine kleine Flasche mit Pipette praktischer, weil sie schneller aufgebraucht ist.
Was macht Gamma-Linolensäure so besonders?
Der Körper stellt sie selbst aus Linolsäure her, dafür braucht er das Enzym Delta-6-Desaturase. Dieser Umbauschritt ist der Engpass der Kette, und die Enzymaktivität lässt mit den Jahren nach. Gamma-Linolensäure aus dem Lebensmittel kommt fertig an. Nur wenige Pflanzenöle enthalten sie: Nachtkerze, Borretsch und Hanf.
Bekomme ich durch Omega-3 eine schönere Haut?
Das kann ich nicht mit Ja beantworten, weder rechtlich noch fachlich. Belegt ist: Bei einem echten Mangel an essenziellen Fettsäuren verändert sich die Haut sichtbar. Und aus meiner Praxis: Bei den Omega-3-Tests, die ich begleitet habe, lagen alle unter dem empfohlenen Wert, und das waren über 100 Menschen.
Enthält Hanfkosmetik THC?
Hanfsamenöl wird aus dem Samen gepresst und enthält kein THC in wirksamer Menge. Bei Extrakten aus Blüten und Blättern gelten gesetzliche Grenzwerte, die die Hersteller einhalten müssen. Berauschend wirkt Hanfkosmetik nicht.
Gibt es bei Hanfland Hanf-Zahnpasta oder Mundpflege?
Nicht mehr. Wir haben die Hanf-Zahnpflege ausgelistet. Wer Hanf in der Mundpflege verwenden möchte: Ölziehen mit kaltgepresstem Hanföl ist eine traditionelle Anwendung, dazu gibt es bei uns eine eigene Anleitung.
Hilft Hanfkosmetik bei Neurodermitis oder Schuppenflechte?
Diese Frage darf ich nicht mit Ja beantworten, und ich würde es auch ohne rechtliche Grenze nicht tun. Kosmetik pflegt die Haut, sie behandelt keine Hauterkrankungen. Bei einer diagnostizierten Erkrankung gehört die Behandlung in ärztliche Hände. Was ein pflegendes Öl daneben leisten kann, besprichst du am besten mit deiner Dermatologin.
Wie lange hält Hanfsamenöl in der Pflege?
Maßgeblich ist das Datum auf der Flasche. Nach dem Öffnen rechne mit drei bis vier Monaten. Frisches Hanföl riecht nussig und grasig. Riecht es stechend oder nach altem Fett, gehört es nicht mehr ins Gesicht.
Was ist der Unterschied zwischen Hanföl und CBD-Öl?
Hanföl wird aus dem Samen gepresst und ist ein Lebensmittel und Pflegeöl. CBD-Öl ist ein Extrakt aus Blüten und Blättern, meist in einem Trägeröl gelöst. Beide kommen von derselben Pflanze, aber aus verschiedenen Teilen, und haben außer der Herkunft nichts miteinander zu tun.
Quellen und Grundlagen
- Eurofins-Prüfbericht Bio-Hanfsamen geschält, Hanfland GmbH: Zinkgehalt 10,1 mg/100 g.
- Produktangaben Bio-Hanföl kaltgepresst, Hanfland GmbH: Vitamin E 61 mg/100 ml, Alpha-Linolensäure 15 bis 19 g/100 ml je nach Sorte, Erntejahr und Schälung, Gamma-Linolensäure rund 3 % der Fettsäuren.
- Verordnung (EG) Nr. 1924/2006 und Verordnung (EU) Nr. 432/2012, zugelassene Angaben: Zink (Erhaltung normaler Haut, Eiweißstoffwechsel, Zellschutz), Vitamin E (Zellschutz vor oxidativem Stress).
- Verordnung (EG) Nr. 1223/2009 über kosmetische Mittel; Verordnung (EU) Nr. 655/2013 zu Werbeaussagen für kosmetische Mittel.
Pflege und Hanf von Hanfland
Warum ich bei Hautthemen zuerst auf den Teller schaue
Mag. Gerda Steinfellner · Ernährungswissenschafterin · Hanfland GmbH
Kosmetik ist bei uns ein kleines Beiwagerl, und das soll sie auch bleiben. Unser Handwerk ist das Lebensmittel. Ich führe die Pflegeprodukte, weil die Haut mit dem zusammenhängt, was auf den Teller kommt, und weil ich bei diesen wenigen Produkten sagen kann, was drin ist.
Was ich dir auch noch sagen möchte:
Kein Öl ersetzt eine dermatologische Abklärung. Wenn deine Haut über Wochen nicht zur Ruhe kommt, gehört das angeschaut. Und rechne bei jeder Umstellung mit vier bis sechs Wochen, bevor du beurteilen kannst, ob etwas passt.
Beim Recherchieren und Formulieren hilft mir KI. Was hier steht, habe ich gelesen, nachgerechnet und freigegeben, und dafür stehe ich mit meinem Namen.
Woher unser Hanf kommt:
Unser Hanf kommt von unserem Hanfland-Anbau in Hanfthal im Weinviertel und von unseren Bio-Vertragsanbaupartnern in Niederösterreich. Die CBD-Pflege ist Handelsware von BioBloom aus Apetlon. Von A bis Z … vom Acker bis zur Zelle.







