Auf einen Blick
- Hanfschäben sind der holzige Innenkern des Hanfstängels. Sie sind ein Nebenprodukt der Hanfverarbeitung und werden nicht eigens für den Garten angebaut.
- Sie nehmen mindestens das Dreifache ihres Eigengewichts an Wasser auf und geben es langsam wieder ab. Der Boden bleibt länger feucht, du gießt seltener.
- Der Schneckenschutz ist rein mechanisch und wirkt, solange die Schicht trocken ist. Nach starkem Regen ist er weg, bis die Oberfläche abgetrocknet ist.
- pH-neutral, also auch für Gemüse, Erdbeeren und Stauden geeignet. Nicht geeignet für Rasen, Direktsaat und säureliebende Pflanzen wie Heidelbeeren.
- Faustregel für die Menge: 10 m² brauchen bei 5 cm Schichtdicke rund 3 kg. Ein 14-kg-Ballen reicht für 45 bis 50 m².
LESEZEIT 8 MIN · Von Mag. Gerda Steinfellner, Hanfland GmbH
Weniger gießen. Keine Schnecken. Besserer Boden. Das steht auf vielen Säcken, und ein Teil davon stimmt sogar. Der andere Teil braucht eine ehrliche Einordnung, sonst bist du im Juli enttäuscht.
Hanfschäben werden nicht für den Garten angebaut. Sie bleiben übrig, wenn aus dem Hanfstängel die Faser gewonnen wird. Wir stellen sie nicht selbst her, wir führen sie im Sortiment – und weil ich sie im eigenen Beet verwende, schreibe ich hier auch dazu, was sie nicht können. Ein Nebenprodukt muss nichts beweisen.
Nach diesem Beitrag weißt du, wie Hanfschäben im Vergleich zu Rindenmulch abschneiden, wie der Schneckenschutz tatsächlich funktioniert, wann er aussetzt, wie dick die Schicht sein muss und wie viel Material du für deine Fläche brauchst.
Was Hanfschäben sind und woher sie kommen
Der Hanfstängel besteht aus zwei Teilen: außen die lange, zähe Bastfaser, innen ein leichter, holziger Kern. Dieser Kern sind die Schäben.
Der Weg dorthin läuft in drei Schritten. Nach der Körnerernte wird die Restpflanze bodennah gemäht und bleibt zur Feldröste liegen. Mikroorganismen lösen dabei die Bindung zwischen Faser und Kern. Danach wird das Stroh getrocknet und maschinell aufgebrochen, wobei sich Faser und Schäbe trennen. Übrig bleiben ein bis zwei Zentimeter lange, hell-beige Stücke mit schwammartiger, poröser Struktur. Sehr leicht, sehr saugfähig.
Wir stellen Hanfschäben nicht selbst her, wir führen sie als Hanfeinstreu im Sortiment. Stall und Garten bekommen dasselbe Material – kein anderes Produkt, nur ein anderer Einsatzort.
Hanfmulch oder Rindenmulch? Der direkte Vergleich
Für die meisten Gärten in Österreich sind Hanfschäben die passendere Wahl: Gemüse, Erdbeeren, Stauden, Obstbäume. Rindenmulch bleibt sinnvoll, wo es windig ist und das Material liegen bleiben muss, und bei säureliebenden Pflanzen.
Wasser speichern: der Effekt, der im Sommer zählt
Die poröse Struktur nimmt Wasser auf wie ein Schwamm und gibt es langsam an den Boden darunter ab. Mindestens das Dreifache des Eigengewichts, bei feiner Körnung und guter Durchfeuchtung auch mehr.
Wichtiger als die Zahl ist der zweite Effekt: Die Schicht beschattet den Boden. Offene Erde heizt sich an einem Hochsommertag an der Oberfläche stark auf und trocknet von oben weg. Unter fünf Zentimetern Mulch passiert das nicht. Die Wurzeln bekommen gleichmäßig Feuchtigkeit statt abwechselnd Trockenheit und Guss.
In der Praxis heißt das: seltener gießen, und wenn, dann durchdringend. Wie viel du tatsächlich sparst, hängt von Boden, Lage und Kultur ab. Auf sandigem Boden in voller Sonne ist der Unterschied groß, auf schwerem Lehm im Halbschatten kleiner.
Gerdas Tipp
Vor dem Mulchen einmal kräftig wässern. Eine trockene Schicht auf trockenem Boden hält den nächsten Regen oben fest, statt ihn durchzulassen. Einmal richtig durchfeuchtet, funktioniert das Ganze in beide Richtungen.
Schneckenschutz, ehrlich erklärt
Das ist die Frage, die mir am häufigsten gestellt wird. Sie hat eine Antwort mit zwei Hälften, und ich sage beide.
Warum es funktioniert
Die Spanische Wegschnecke meidet trockene, raue Oberflächen. Die poröse Schäbe entzieht ihr beim Drüberkriechen Schleim. Das kostet Wasser und Energie, und in den meisten Fällen kehrt das Tier um. Der Effekt ist rein mechanisch: kein Gift, kein Köder, ungefährlich für Igel, Vögel, Haustiere und Nützlinge.
Wann es aussetzt
Nass wirkt die Barriere nicht. Nach starkem Regen ist sie außer Kraft, bis die Oberfläche wieder abgetrocknet ist. Das ist kein Produktfehler, sondern die Natur einer trockenen Barriere. Chemisches Schneckenkorn hat dasselbe Problem, es löst sich bei Regen auf.
Ehrliche Einschränkung: Bei starkem Befall und in einer nassen Woche kommen Schnecken durch. Hanfschäben sind ein Baustein, kein Zaun. Wer ein akutes Problem hat, kombiniert sie mit Absammeln am Abend und einer trockenen Randzone rund um das Beet.
Gerdas Tipp
Für den Schneckenschutz mindestens fünf Zentimeter rund um das Beet, nicht nur zwischen den Pflanzen. Nach Regen die obere Schicht mit der Hand auflockern, dann trocknet sie schneller ab. Bei hartnäckigem Befall bis zu 20 Prozent getrockneter Kaffeesatz untermischen.
Unkraut unterdrücken: erst jäten, dann mulchen
Unkrautsamen brauchen Licht zum Keimen. Eine geschlossene Schicht nimmt es ihnen. Gegen Samenunkräuter wirkt das sehr gut.
Gegen tief wurzelnde Arten wie Giersch, Quecke oder Ackerwinde wirkt es nicht. Die treiben durch jede Mulchschicht. Deshalb gilt die Reihenfolge: erst gründlich jäten, dann mulchen. Umgekehrt hast du das Unkraut nur zugedeckt.
Beim Zersetzen binden Hanfschäben kurzfristig Stickstoff, den die Pflanzen dann nicht zur Verfügung haben. Das gleichst du beim Ausbringen aus, mit Hornspänen oder einer Gabe Brennnesseljauche. Rindenmulch verhält sich hier übrigens genauso.
Winterschutz: die Schicht, die im Herbst drauf gehört
Im Herbst ausgebracht, wirkt dieselbe Schicht als Isolierung. Sie dämpft den Wechsel zwischen Frost und Auftauen, der Wurzeln mehr zusetzt als dauerhafte Kälte. Stauden, Erdbeeren und frisch gepflanzte Gehölze profitieren davon am meisten.
Für den Winterschutz darf die Schicht dicker sein, fünf bis zehn Zentimeter. Anders als eine Folie oder ein Vlies staut sie keine Nässe, weil Wasser durchgeht und Luft dazukommt.
Im Frühjahr musst du nichts wegräumen. Was sich über den Winter gesetzt hat, bleibt liegen und wird zu Humus. Du frischst nur auf, wo die Schicht dünn geworden ist. Einmal im Jahr reicht in den meisten Gärten.
Was langfristig mit dem Boden passiert
Der Nutzen im ersten Jahr ist Feuchtigkeit und weniger Unkraut. Der Nutzen im dritten Jahr ist ein anderer Boden.
Hanfschäben zersetzen sich langsam, über zwei bis drei Jahre. Regenwürmer und Bodenlebewesen ziehen das Material nach und nach ein und arbeiten es um. Was übrig bleibt, ist Humus. Der Boden wird lockerer, nimmt Regen besser auf statt ihn abfließen zu lassen, und trocknet an der Oberfläche nicht mehr zu einer Kruste.
Auf schweren, verdichteten Böden ist dieser Effekt am deutlichsten. Wer drei Jahre hintereinander mulcht, muss danach seltener hacken, weil die Kruste ausbleibt, die sonst nach jedem Regen entsteht.
Ein zweiter Punkt, der oft untergeht: Die Schicht schützt vor Erosion. Starkregen schlägt nicht direkt auf die offene Erde, sondern auf den Mulch. Auf Hanglagen und in Hochbeeten spart das jedes Jahr eine Menge Bodenmaterial.
Anleitung: so bringst du Hanfschäben aus
- Jäten. Wurzelunkräuter vollständig entfernen, nicht nur abschneiden.
- Stickstoff ergänzen. Hornspäne oder Kompost oberflächlich einarbeiten.
- Wässern. Den Boden vor dem Mulchen durchdringend gießen.
- Ausbringen. Drei bis fünf Zentimeter gleichmäßig verteilen. Für Schneckenschutz mindestens fünf, für Winterschutz bis zehn.
- Abstand halten. Rund um Stämme und Stängel etwa fünf Zentimeter frei lassen, damit die Rinde abtrocknen kann.
- Angießen. Die frische Schicht einmal überbrausen, dann setzt sie sich und verweht nicht.
- Nachsehen. Nach Regenphasen kontrollieren, bei Bedarf auflockern oder nachstreuen.
Der beste Zeitpunkt ist das Frühjahr, sobald sich der Boden erwärmt hat, oder der Herbst vor dem ersten Frost. Im Hochsommer auf ausgetrockneten Boden zu mulchen bringt wenig, weil du die Trockenheit einschließt.
Für welche Kulturen – und wofür nicht
Wie viel brauchst du? Mengen und Gebinde
Die Rechnung ist einfach: Fläche in m² × Schichtdicke in cm × 0,06 = Kilogramm.
Ein Beispiel: 20 m² Beet mit 5 cm Schicht brauchen 20 × 5 × 0,06 = 6 kg. Als Faustregel: 10 m² bei 5 cm Schichtdicke entsprechen rund 3 kg.
Gerdas Tipp
Bei größeren Mengen zahlt der Transport mit. Viele unserer Kundinnen bestellen deshalb gemeinsam mit Nachbarn oder dem Gartenverein eine ganze Palette. Abholen geht auch: direkt bei uns in Hanfthal oder im Hanfland-Shop in Laa an der Thaya.
Hanfeinstreu im Hanfland-Shop
Dasselbe Material für Beet und Stall. Der 14-kg-Ballen deckt ein durchschnittliches Gemüsebeet ab, die Palette den ganzen Garten.
Häufige Fragen
Halten Hanfschäben Schnecken fern?
Wie dick muss die Schicht sein?
Wie oft muss ich nachstreuen?
Werden Hanfschäben vom Wind verweht?
Sind Hanfschäben für alle Pflanzen geeignet?
Ziehen Hanfschäben Schädlinge oder Schimmel an?
Brauche ich zusätzlich Dünger?
Wie viele Ballen brauche ich für mein Beet?
Kann ich dasselbe Material im Stall verwenden?
Quellen & Praxisbelege
- Verfahren der Schäbengewinnung: Feldröste, Trocknung, mechanischer Aufschluss des Hanfstrohs.
- Die Garten Tulln, ökologische Gartenschau Niederösterreich: setzt Hanfschäben aus unserem Sortiment seit Jahren in den Beeten ein.
- Erfahrungswerte aus Kundenrückmeldungen zu Schichtdicke, Schneckenschutz und Verwehung.
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Jetzt anmeldenWarum ich Hanfschäben empfehle – und was ich im eigenen Beet sehe
Mag. Gerda Steinfellner · Ernährungswissenschafterin · Hanfland GmbH
Ich bin Ernährungswissenschafterin, keine professionelle Gärtnerin. Was hier steht, kommt aus drei Quellen: aus unserer Verarbeitung, aus dem, was uns Kundinnen und Kunden seit Jahren zurückmelden, und aus meinem eigenen Garten. Ich mulche selbst mit Hanfschäben. Deshalb steht in diesem Beitrag auch, wo die Grenzen liegen.
Hanfschäben stammen nicht aus unserer eigenen Verarbeitung, wir haben sie bewusst ins Sortiment genommen. Was mir daran gefällt, ist die Logik der Pflanze: Aus dem Stängel wird Faser, aus dem Rest wird Mulch und Einstreu. Es bleibt nichts übrig, das niemand braucht.











Ich habe auch gelesen dass Hanf Einstreu im Garten Schnecken fernhalten soll können sie das bestätigen?
Hallo Bernd, ja solange die Hanfschäben „frisch“ und trocken sind, funktioniert das. Denn die Hanfschäben haben eine hohe Wasserbindungskapazität und dann bleiben die Schnecken bzw. deren Schleim drauf kleben. Wenn die Hanfschäben jedoch feucht sind, dann geht dieser Effekt verloren.
Welche Schädlinge werden abgehalten und unterdrücken Hanfschäben auch Girsch, der bei uns wie verrückt im Garten wächst…
Hallo Gabriele, die Hanfschäben sind besonders effektiv darin, die Feuchtigkeit im Boden zu halten und das Unkrautwachstum zu unterdrücken. Außerdem können sie helfen, bestimmte Schädlinge abzuwehren.
Schädlinge, die durch Hanfschäben abgehalten werden können:
Schnecken: Hanfschäben sind grob und trocken, was es für Schnecken unangenehm macht, darüber zu kriechen. Dies kann dazu beitragen, den Befall durch Schnecken zu reduzieren.
Bodeninsekten: Die texturlichen Eigenschaften von Hanfschäben können das Eindringen von einigen Bodeninsekten erschweren, die junge Pflanzen beschädigen könnten.
betreff der Reaktion von Girsch auf Hanfschäben:
Girsch ist ja wahrlich ein sehr widerstandsfähiges und invasives Unkraut. Es hat die Fähigkeit, sich unterirdisch durch Rhizome auszubreiten und kann selbst durch kleine Wurzelstücke wieder nachwachsen. Hanfschäben können zwar als Mulch helfen, den oberirdischen Teil des Girschs zu unterdrücken, indem sie Licht blockieren und somit das Wachstum neuer Blätter erschweren. Allerdings sind sie wahrscheinlich nicht ausreichend wirksam, um die Ausbreitung des Girschs vollständig zu stoppen, da sie die unterirdischen Rhizome nicht direkt beeinflussen können.
Für eine effektive Bekämpfung von Girsch wird empfohlen, das Unkraut regelmäßig zu entfernen und sicherzustellen, dass so viel Wurzelmaterial wie möglich entfernt wird. Zusätzliches Abdecken mit einer dickeren Schicht Hanfschäben könnte vorübergehend helfen, das Wachstum zu unterdrücken, sollte aber mit anderen Methoden der Unkrautbekämpfung kombiniert werden.
Hallo Hanfland, ich habe letztes Jahr im Sommer erstmals einen Teil meines Gemüsebeets mit euren Hanfschäben bedeckt. Meine Erfahrung im Sommer bzw. Herbst war tatsächlich, dass fast kein Unkraut aufkam und dass die Tomatenpflanzen auch trockene Zeiten viel besser vertragen haben. Ich musste nicht täglich gießen.
die riesengroße Überraschung erlebte ich jedoch heuer im Frühjahr. Der Unterschied zum Teil des Gemüsebeetes ohne Hanfschäben war 100 zu 1. Dort wo ich Hanfschäben habe, war bzw. ist der Boden voll locker. Und gleich daneben ohne Hanfschäben steinhart. Das hat mich zu 100% überzeugt. Ja und heuer hab ich natürlich mein ganzes Gemüsebeet mit euren Hanfschäben gemulcht!
Hallo Elisabeth, danke für deinen Erfahrungsbericht und viel Freude mit den Hanfschäben!
Hallo!
1) Kann ich mit Hanfschäben auch Trauermücken bekämpfen?
2) in Kübel und Kästen auf dem Balkon habe ich nicht das gleiche Bodenleben wie in einem Garten Zersetzen sich die Bodenschäben trotzdem und kann ich sie in die Erde im nächsten Frühjahr einarbeiten oder soll ich sie besser austauschen/ersetzen?
3) ich habe an einigen Pflanenkübel, die ich mit Hanfschäben gemulcht habe, Pilze entdeckt.
habe ich beim mulchen einen Fehler gemacht oder hat das garnichts mit dem Hanfeinstreu zu tun, sondern war die Qualität der Erde daran Schuld?
ich bedanke mich im Voraus für die Beantwortung meiner Fragen
Liebe Grüße
Hallo Susanne,danke für deine klasse Fragen!
hier meine Antworten
1) Hanfschäben können indirekt helfen, weil sie die obere Bodenschicht trocken halten. Das mögen Trauermückenlarven gar nicht – die stehen nämlich auf feuchte Erde. Aber: Ein Wundermittel gegen Trauermücken sind Hanfschäben nicht. Wenn du echten Ärger mit diesen kleinen Nervensägen hast, kombiniere Hanfschäben lieber mit anderen Maßnahmen (z. B. Gelbtafeln oder Neem-Produkten).
2) am Balkon werden sich die Hanfschäben wohl nicht zur Gänze bis nächstes Jahr zersetzen. Und ja, die Hanfschäben zersetzen sich auch in Kübeln, allerdings langsamer, weil dort weniger Bodenlebewesen (z. B. Regenwürmer) am Start sind. Du kannst sie im Frühjahr ruhig etwas in die Erde einarbeiten – das lockert die Erde auf und bringt Luft an die Wurzeln. Wenn die Mulchschicht aber schon ziemlich abgebaut oder matschig ist, kannst du sie auch erneuern. Ein „Muss“ ist das aber nicht – Hanf ist da ziemlich pflegeleicht.
3) oh. Da die Hanfschäben extrem trocken sind, kann ich mir nicht vorstellen, dass da Pilzsporen enthalten sind. Diesbezüglich habe ich noch keine Rückmeldung von Kunden gehört.
Pilze im Beet oder im Topf sind oft ganz normale Gäste – die freuen sich über feuchtes, nährstoffreiches Milieu. Hanfschäben selbst sind nicht schuld, im Gegenteil: Sie sind ein Naturprodukt, das sich zersetzt – und dabei können Pilze auftauchen. Also kein Drama!
Wenn du sie nicht schön findest, kannst du sie einfach wegsammeln. Ein Fehler beim Mulchen war das jedenfalls nicht.
Pilze müssen nicht unbedingt negativ sein. Viele Pilze bevorzugen holziges Substrat. Schäben sind bestens geeignet. Wenn du dir unsicher bist, lass den Mulch durchtrocknen oder besorge dir Trichoderma (Sporen in Pulverform) Ich würde mir aber keinen Kopf machen. Pilze spilen eine wichtige Rolle im Boden. Ich nutze Schaben als Mulch und arbeite sie in den Boden zur Belüftung ein. Ich habe einiges ausprobiert aber die Schäben sind bei weiten am besten. Insbesondere im Sommer bleibt der Boden wunderbar feucht. Daraus ergibt sich auch, das du weniger Giessen müsst. Viele Grüsse und einen schönen Start in die Gartensaison
Bei Trauermücken empfehle ich SF Nematoden. Neemöl funktioniert auch prima allerdings reduziert es wahrscheinlich auch dein Bodenleben.
Danke Simon!
Hallo, Mulch entzieht doch beim Verrotten dem Boden bestimmte Nährstoffe. Wie und womit sollte ich im Folgejahr den Boden aufdüngen um Gemüse anzubauen. Ich habe sandigen Boden. Vielen Dank für Ihre Beantwortung meiner Fragen. Mit freundlichen Grüßen Gisela Apel
Hallo und danke für deine gute Frage!
Du hast völlig recht: Jeder Mulch – egal ob Rinde, Stroh oder eben Hanfschäben – wird beim Verrotten von Mikroorganismen zersetzt. Und diese kleinen Bodenhelfer brauchen dafür Stickstoff. Das heißt: In der Abbauphase kann es kurzzeitig zu einem leichten Stickstoffmangel im Boden kommen – vor allem bei leichten, sandigen Böden wie deinem, wo Nährstoffe sowieso nicht lange gehalten werden.
Unser Tipp für das nächste Gartenjahr:
1. Im Frühjahr leicht auflockern & Reste einarbeiten
Die zersetzten Hanfschäben kannst du einfach mit der obersten Bodenschicht vermengen – sie lockern den Boden und verbessern die Struktur.
2. Mit Stickstoff nachhelfen
Damit deine Gemüsepflanzen gut starten, empfiehlt sich eine leichte Stickstoffgabe, z. B. in Form von:
Kompost oder gut abgelagerter Mist
Pflanzenjauchen (z. B. Brennnessel oder Beinwell)
Organischer Bio-Dünger (z. B. Hornspäne, Pellets oder vegane Alternativen)
3. Regelmäßig nachmulchen – aber dünn
Eine dünne Mulchschicht während der Saison schützt vor Austrocknung – gerade bei sandigem Boden Gold wert. Achte nur darauf, dass du zarte Jungpflanzen nicht „erstickst“.
🌱 Extra-Tipp für sandige Böden: Du kannst beim Einarbeiten zusätzlich etwas Tonmineral (Bentonit) oder kompostierten Bio-Humus unterheben – das hilft, Wasser und Nährstoffe besser im Boden zu halten.
Hanfschäben verbessern deinen Boden langfristig – sie geben beim Abbau auch wieder Nährstoffe zurück. Damit du im Frühjahr nicht ins Nährstoff-Minus rutschst, einfach etwas natürlichen Dünger ergänzen und losgärtnern! Liebe Grüße aus dem Hanfland Büro 🙂
Hallo
Wie verhalten sich die Hanfschäben bzgl. gesteckten Blumenzwiebeln etc, die ja wachsen sollen?
Ich habe einen EM – gepflegten Naturgarten, Hochbeete und Gewächshaus und mulche derzeit mit Grün“abfällen“ bzw Wurmkompost und gelegentlich mit Schafwolle. Dieses Jahr haben mich die unerwünschten Beikräuter fast zum Verzweifeln gebracht, aus diesem Grund dachte ich an Hanfschäben.
Herzlichen Dank für Ihre Tipps.
Liebe Grüße von Ina Pinzel 🙋
Hallo Ina danke für deine schöne, detailreiche Frage! 🌿💚
Du bist mit deinem EM-gepflegten Naturgarten und den Hochbeeten ja schon richtig gut unterwegs – und genau da passen Hanfschäben wunderbar dazu.
Zu deiner Frage: Wie verhalten sich Hanfschäben bei Blumenzwiebeln?
Hanfschäben bilden eine lockere, atmungsaktive Mulchschicht, die das Wachstum von zarten Trieben – wie z. B. von gesteckten Blumenzwiebeln – nicht behindert. Im Gegenteil: Wenn du die Mulchschicht nicht zu dick machst (etwa 2–3 cm rund um Zwiebelstandorte), kommen die Triebe problemlos durch.
Das funktioniert, weil Hanfschäben im Gegensatz zu z. B. Rindenmulch:
✅ sehr leicht und fein strukturiert sind
✅ sich nicht so stark verdichten
✅ keine Gerbsäuren enthalten, die empfindliche Jungtriebe stressen könnten
🌿 Zum Thema Mulchen und Beikräuter: Dein bisheriges Setup (Grünabfälle, Wurmkompost, Schafwolle) klingt super – aber ja: Beikräuter sind hartnäckig, vor allem wenn der Mulch sich schnell zersetzt oder Licht durchlässt.
Hanfschäben können hier wirklich helfen, weil sie:
✔️ dicht genug sind, um Licht zu blockieren
✔️ Unkrautsamen das Keimen erschweren
✔️ und dabei trotzdem luftig & atmungsaktiv bleiben
➡️ Für Beete mit starkem Beikrautdruck empfehlen wir eine Mulchschicht von ca. 5 cm. Und besonders rund um Zwiebeln oder empfindliche Austriebe kannst du punktuell etwas weniger nehmen – oder mit den Händen vorsichtig zur Seite schieben, sobald die ersten Triebe sichtbar sind.
👩🌾 Unser Tipp für deinen Naturgarten:Wenn du deine bisherigen Materialien weiterhin nutzen möchtest:
Hanfschäben lassen sich auch wunderbar mit Wurmkompost oder Schafwolle kombinieren. Du kannst z. B. zuerst deine organische Schicht aufbringen und darüber die Hanfschäben als schützende Decke verteilen. Das verhindert Austrocknung, reduziert Beikraut und unterstützt das Bodenleben.
Achja und wenn du dir die Hanfschäben bei uns direkt in Hanfthal abholst dann sind sie um einiges günstiger als mit Karton und Versand.
Schöne Grüße Gerda