Auf einen Blick
- Von Oktober bis März steht die Sonne in Österreich zu flach. Die UVB-Strahlung reicht in diesen Monaten für die körpereigene Bildung nicht aus — unabhängig davon, wie viel Zeit du draußen verbringst.
- Gemessen wird ein Wert im Blut, der 25-OH-Vitamin-D heißt. Ab welcher Zahl es „genug“ ist, sehen die Fachgesellschaften unterschiedlich. Wo dein Wert liegen soll, entscheidet die Praxis, die dich behandelt.
- Ohne Test wirst du es nicht wissen. Bei keinem anderen Nährstoff schwanken die Werte zwischen zwei Menschen mit gleichem Lebensstil so stark. Meine Reihenfolge: erst messen, dann auffüllen, dann halten.
- Als Grundversorgung gelten 800 IE pro Tag, wenn der Körper selbst nichts bildet. Die Obergrenze für die tägliche Dauerzufuhr liegt bei 4.000 IE für Erwachsene.
- Vitamin D ist fettlöslich. Es wird im Dünndarm auf demselben Weg aufgenommen wie Nahrungsfette. Deshalb passt die Einnahme zu einer Mahlzeit mit etwas Fett.
- Zugelassene Angaben: Vitamin D trägt zur normalen Funktion des Immunsystems bei, zur Erhaltung normaler Knochen und Zähne und zur Erhaltung einer normalen Muskelfunktion.
- Was du hier nicht findest: eine eigene Dosierungsempfehlung. Die gehört zu deinem Blutwert, und den kenne ich nicht.
Du gehst zum Routine-Check, willst eigentlich nur den Eisenwert wissen, und die Ärztin sagt: „Den Vitamin-D-Spiegel schauen wir uns gleich mit an.“ Zwei Wochen später steht eine Zahl auf dem Befund, mit der du nichts anfangen kannst, und im Regal in der Apotheke stehen dreißig verschiedene Tropfenfläschchen.
Ich sortiere das hier einmal durch. Was der Körper mit Vitamin D macht, warum die Monate Oktober bis März in unseren Breiten eine echte Lücke sind, und wo die Grenze verläuft zwischen dem, was gesichert ist, und dem, was in Podcasts erzählt wird. Am Ende weißt du, welche Fragen du deiner Ärztin stellen solltest.
Warum das Sonnenvitamin kein gewöhnliches Vitamin ist
Ein Vitamin ist per Definition ein Stoff, den der Körper nicht selbst herstellen kann. Bei Vitamin D stimmt das nicht. Trifft UVB-Strahlung auf unbedeckte Haut, baut der Körper aus einer Vorstufe des Cholesterins Vitamin D3 auf. Streng genommen ist es damit kein Vitamin, sondern eine Hormonvorstufe — Leber und Niere bauen sie in die aktive Form um.
Das erklärt zwei Dinge, die im Alltag wichtig sind. Erstens: Die Ernährung spielt bei Vitamin D eine kleinere Rolle als bei allen anderen Vitaminen. Über das Essen sind in der Praxis nur wenige Mikrogramm pro Tag zu holen, und die stecken vor allem in fettem Seefisch, Eigelb und einigen Pilzen. Zweitens: Wie viel dein Körper bildet, hängt an Faktoren, die du zum Teil gar nicht beeinflusst — Breitengrad, Jahreszeit, Tageszeit, Hauttyp, Alter.
Gerdas Tipp
Die Faustregel für Mitteleuropa: Wenn dein Schatten länger ist als du selbst, steht die Sonne zu flach für die UVB-Bildung. Das ist von Oktober bis März fast durchgehend so — und im Sommer in den frühen Morgen- und späten Nachmittagsstunden.
Warum gerade jeder getestet wird
Der Wert ist einfach zu messen, das Labor macht ihn ohne Aufwand mit, und das Thema läuft seit Jahren durch Medien und Podcasts. Dazu kommt: In der dunklen Jahreszeit liegen viele Werte tatsächlich niedrig. Das ist keine Modeerscheinung, sondern eine geografische Tatsache.
Ob ein Test in deiner Situation sinnvoll ist, entscheidet aber die Ärztin oder der Arzt. Bei manchen Menschen mit klaren Risikofaktoren wird ohnehin ergänzt, ohne vorher zu messen. Bei anderen bleibt der Wert eine Zahl ohne Konsequenz. Ein Test ist dann sinnvoll, wenn du daraus eine Entscheidung ableitest.
Was Vitamin D im Körper tut
Hier halte ich mich an das, was in der EU geprüft und zugelassen ist. Das ist kein Zaudern, sondern die Grenze zwischen Ernährungswissenschaft und Werbung.
| Bereich | Zugelassene Angabe |
|---|---|
| Knochen und Zähne | Vitamin D trägt zur Erhaltung normaler Knochen und normaler Zähne bei. |
| Calcium | Vitamin D trägt zu einer normalen Aufnahme und Verwertung von Calcium und Phosphor bei und zu einem normalen Calciumspiegel im Blut. |
| Muskeln | Vitamin D trägt zur Erhaltung einer normalen Muskelfunktion bei. |
| Immunsystem | Vitamin D trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei. |
| Zellen | Vitamin D hat eine Funktion bei der Zellteilung. |
| Kinder | Vitamin D trägt zu einem normalen Wachstum und einer normalen Entwicklung der Knochen bei Kindern bei. |
Was in dieser Tabelle nicht steht, steht mit Absicht nicht drin. Zu Stimmung, Müdigkeit, Infekthäufigkeit oder chronischen Erkrankungen gibt es viel Forschung und wenig Gesichertes — jedenfalls nichts, was ein Lebensmittelunternehmen behaupten darf.
Wie viel brauchst du wirklich?
Auf dem Befund steht ein Wert mit einem sperrigen Namen: 25-OH-Vitamin-D. Das ist die Form, in der dein Körper Vitamin D speichert — deshalb wird sie gemessen und nicht das aktive Hormon.
Dahinter steht eine Zahl, und je nach Labor in einer von zwei Einheiten: ng/ml oder nmol/l. Beide beschreiben dasselbe, nur in anderem Maßstab — so wie Kilometer und Meilen. Zum Umrechnen: ng/ml mal 2,5 ergibt nmol/l. Ein Wert von 20 ng/ml ist also dasselbe wie 50 nmol/l.
Und hier beginnt der Teil, den viele Ratgeber überspringen: Die Fachwelt ist sich beim Zielwert nicht einig. Es gibt eine vorsichtige und eine ambitionierte Linie.
| Linie | Zielwert | Wer das so sieht und warum |
|---|---|---|
| Die vorsichtige | ab 20 ng/ml (50 nmol/l) | Die Ernährungsgesellschaften in Deutschland und Österreich. Ihre Begründung: Für gesunde Knochen reicht dieser Wert in der Breite der Bevölkerung aus. |
| Die ambitionierte | ab 30 ng/ml (75 nmol/l) | Mehrere hormonmedizinische Fachgesellschaften, darunter die amerikanische Endocrine Society. Ihre Begründung: Unterhalb dieser Marke arbeitet der Calciumstoffwechsel bei vielen Menschen nicht mehr rund. |
| Da sind sich alle einig | unter 12 ng/ml (30 nmol/l) | In diesem Bereich spricht niemand mehr von Auslegungssache. Das gehört ärztlich angeschaut. |
Für die Zufuhr nennen die Ernährungsgesellschaften 800 IE pro Tag für den Fall, dass der Körper selbst nichts bildet. Das ist eine Grundversorgung für Menschen mit normalem Wert — und ausdrücklich keine Menge, mit der sich ein niedriger Spiegel anheben lässt.
Ehrliche Einschränkung
Ich nenne dir bewusst keinen einzelnen Zielwert als „den richtigen“. Die Zahl, die für dich gilt, hängt von deinem Alter, deiner Vorgeschichte, deinen Medikamenten und deinem Befund ab. Wer im Internet eine Zielspanne als absolute Wahrheit verkauft, verkauft dir meist gleich das passende Präparat dazu.
Erst testen, dann auffüllen, dann halten
Jetzt sage ich dir, wie ich es persönlich halte. Das ist meine Sicht als Ernährungswissenschafterin, keine Vorschrift und keine ärztliche Anweisung.
Bei Vitamin D gilt für mich dasselbe wie bei Omega-3: Ohne Messung ist alles Raten. Bei den meisten Nährstoffen kann man aus dem Speiseplan grob ableiten, wie jemand versorgt ist. Bei Vitamin D geht das nicht — die Zufuhr über das Essen ist zu klein, und die körpereigene Bildung schwankt zwischen zwei Menschen mit demselben Lebensstil erheblich.
Daraus wird eine Reihenfolge in drei Schritten:
| Schritt | Was passiert |
|---|---|
| 1 · Messen | Ausgangswert bestimmen lassen. Ohne diesen Wert weißt du nicht, ob du eine Lücke hast — und wie groß sie ist. |
| 2 · Auffüllen | Ist der Wert niedrig, braucht es für eine Zeit mehr als die Grundversorgung, um den Speicher zu füllen. Wie viel und wie lange, legt die ärztliche Praxis anhand deines Werts fest. Genau dafür sind Tropfen mit feiner Abstufung da. |
| 3 · Halten | Ist der Speicher gefüllt, geht es um die Erhaltung — meist mit einer kleineren Menge, vor allem über die dunklen Monate. |
| 4 · Nachmessen | Nach einigen Monaten kontrollieren. Erst der zweite Wert zeigt, ob die Menge gepasst hat. |
Der zweite Schritt ist der, bei dem viele danebengreifen — in beide Richtungen. Die einen nehmen jahrelang eine kleine Erhaltungsmenge, obwohl der Speicher nie gefüllt war, und wundern sich, dass sich nichts bewegt. Die anderen nehmen auf Verdacht hoch dosierte Präparate ohne je gemessen zu haben. Beides lässt sich mit einem Bluttest vermeiden, der wenig kostet.
Aus meiner Praxis
Mein Arzt sagt mir seit Jahren dasselbe: In unserer Gegend hat praktisch jeder einen niedrigen Vitamin-D-Wert. Und viele erreichen selbst im Sommer die untere Grenze nicht — trotz Gartenarbeit, trotz Radfahren, trotz Zeit im Freien.
Das ist die Beobachtung einer einzelnen Praxis im Weinviertel und keine Studie. Aber sie deckt sich mit dem, was mir Kundinnen erzählen, und sie deckt sich mit der Geografie: Wir sitzen auf dem 48. Breitengrad. Genau deshalb halte ich nichts davon, das Thema wegzuwischen — und ebenso wenig davon, ohne Test einfach etwas zu schlucken.
Warum du trotz Sommer wenig bildest
Ein häufiges Missverständnis: „Ich bin viel draußen, also passt das schon.“ Das kann stimmen, muss aber nicht. Diese fünf Punkte bremsen die Bildung, und die meisten davon sind im Alltag völlig normal.
- Sonnenschutz. Lichtschutzfaktor filtert genau die UVB-Strahlung, die für die Bildung gebraucht wird. Für den Hautschutz richtig — für die Vitamin-D-Bildung ein Bremsklotz.
- Zu wenig unbedeckte Haut. Gesicht und Hände sind eine kleine Fläche. Für eine relevante Bildung braucht es mehr, etwa Arme und Beine.
- Die falsche Tageszeit. UVB erreicht die Haut vor allem rund um die Mittagsstunden. Der Abendspaziergang bringt für diesen Zweck wenig.
- Glas und Luft dazwischen. Fensterglas hält UVB praktisch vollständig zurück. Am Schreibtisch am Fenster bildest du nichts. Auch Dunst und Luftverschmutzung filtern.
- Hauttyp und Alter. Mehr Melanin bedeutet längere Zeit für dieselbe Menge. Und mit den Jahren nimmt die Bildungsleistung der Haut ab — ein Grund, warum ältere Menschen häufiger niedrige Werte haben.
Praktisch heißt das: kurze, gezielte Sonnenfenster im Sommer, abgestimmt auf deinen Hauttyp, danach konsequent schützen. Einen Sonnenbrand ist der Vitamin-D-Spiegel nie wert.
Wann eine Ergänzung sinnvoll sein kann
Nach ärztlicher Rücksprache kommt eine Ergänzung vor allem dann in Betracht, wenn mehrere dieser Punkte zusammentreffen:
- Du bist überwiegend drinnen — Beruf, Mobilität, Lebensrhythmus.
- Du verwendest konsequent Sonnenschutz oder trägst bedeckende Kleidung.
- Du hast einen dunkleren Hauttyp.
- Du isst kaum Fisch und keine tierischen Lebensmittel.
- Du bist über 65 — die Haut bildet weniger.
- Es ist Herbst oder Winter in Mitteleuropa.
Bei Säuglingen, Kleinkindern und in der Schwangerschaft gelten eigene Regeln. Da gehört die Entscheidung in die Hand der Kinderärztin oder der betreuenden Praxis, nicht in einen Blogartikel — auch nicht in meinen.
Fettlöslich: warum Vitamin D Fett braucht
Vitamin D gehört zu den fettlöslichen Vitaminen, gemeinsam mit A, E und K. Das ist keine Kleinigkeit für Fachleute, sondern hat eine praktische Folge: Im Dünndarm wird Vitamin D auf demselben Weg aufgenommen wie Nahrungsfette. Es wird in kleine Fetttröpfchen eingebettet, die Mizellen, und gelangt so durch die Darmwand. Ohne Fett in der Mahlzeit fehlt dieser Transportweg.
Deshalb sind Vitamin-D-Präparate fast immer Tropfen in einem Öl und keine trockene Tablette. Und deshalb nimmt man sie sinnvollerweise zu einer Mahlzeit, in der etwas Fett steckt — ein Löffel Öl über dem Salat reicht dafür völlig.
Und die Sache mit den Zellmembranen
An diesem Punkt taucht regelmäßig ein Gedanke auf, der in Ernährungskreisen viel diskutiert wird: Jede Zelle im Körper ist von einer Doppelschicht aus Fettsäuren umgeben. Welche Fettsäuren das sind, hängt davon ab, was über Jahre auf dem Teller lag. Ein hoher Anteil langkettiger Omega-3-Fettsäuren macht diese Schicht beweglicher, ein Übergewicht anderer Fettsäuren macht sie starrer. Und alles, was in die Zelle hinein oder aus ihr heraus soll, muss durch diese Schicht.
Der Mechanismus ist gut beschrieben. Die Zusammensetzung der Zellmembran wird von der Fettsäurezufuhr mitbestimmt, und die Membran ist der Ort, an dem Transport und Signalweitergabe stattfinden. Das ist Lehrbuchwissen.
Wo ich die Grenze ziehe
Aus diesem Mechanismus wird oft ein Versprechen gemacht: Wer zu wenig Omega-3 hat, bei dem komme das Vitamin D nicht an. So einfach ist es nicht. Es fehlen belastbare Untersuchungen am Menschen, die zeigen, dass ein besserer Omega-3-Status den Vitamin-D-Spiegel oder dessen Verwertung messbar verbessert.
Was bleibt: Beide Themen sind für sich genommen relevant. Eine ausreichende Omega-3-Zufuhr ist ein eigenes, gutes Ziel — nicht ein Trick, um Vitamin D besser wirken zu lassen. Eine zugelassene gesundheitsbezogene Angabe zu dieser Verbindung gibt es in der EU nicht, und ich formuliere hier keine.
Weiterlesen
Die Studienlage zu Omega-3 habe ich an anderer Stelle ausführlich aufgearbeitet: welche Fettsäuren es gibt, was der Körper aus pflanzlicher Alpha-Linolensäure macht und was ein Test tatsächlich aussagt. Zum Omega-3-Beitrag ›
Was Magnesium damit zu tun hat
Magnesium ist an den Umbauschritten beteiligt, mit denen der Körper Vitamin D in seine aktive Form bringt. Daraus wird im Internet gern eine zweite Kaufempfehlung gemacht. Ich halte es anders herum: Magnesium ist ein Mineralstoff, den du über das Essen gut abdecken kannst — Nüsse, Samen, Hülsenfrüchte und Vollkorn liefern reichlich.
Geschälte Hanfsamen gehören zu den ergiebigsten pflanzlichen Quellen, die wir kennen. Hier die Werte aus unserer Analyse:
| Geschälte Hanfsamen | je 100 g | Portion 30 g | % NRV je Portion |
|---|---|---|---|
| Magnesium | 650 mg | 195 mg | 52 % |
| Zink | 10 mg | 3,0 mg | 30 % |
| Eisen | 12 mg | 3,6 mg | 26 % |
| Eiweiß | 31 g | 9,3 g | — |
| Fett gesamt | 53 g | 15,9 g | — |
| davon mehrfach ungesättigt | 39 g | 11,7 g | — |
| Ballaststoffe | 6,0 g | 1,8 g | — |
| Energie | 623 kcal / 2.577 kJ | 187 kcal | — |
Eine Portion von 30 g — das sind gut zwei Esslöffel übers Müsli oder in den Salat — liefert damit 52 Prozent der Referenzmenge Magnesium. Magnesium trägt zur normalen Muskelfunktion und zur normalen Funktion des Nervensystems bei. Das ist eine zugelassene Angabe, und die Menge trägt sie.
Und noch etwas Praktisches: Die 15,9 g Fett in dieser Portion sind genau das Fett, das ein fettlösliches Vitamin für seinen Transportweg braucht. Hanfsamen ins Müsli am Vormittag und die Tropfen dazu — das passt zusammen, ohne dass du etwas Zusätzliches kaufen musst.
Wie viel ist zu viel?
Weil Vitamin D fettlöslich ist, speichert der Körper es — anders als etwa Vitamin C, das er über den Harn ausscheidet. Das ist der Grund, warum eine dauerhafte Überversorgung tatsächlich möglich ist.
Die europäische Lebensmittelbehörde hat dafür Obergrenzen festgelegt — Mengen, die man dauerhaft täglich nehmen kann, ohne dass ein Risiko zu erwarten ist:
| Für wen | Obergrenze pro Tag |
|---|---|
| Erwachsene und Jugendliche ab 11 | 4.000 IE (100 µg) |
| Kinder von 1 bis 10 Jahren | 2.000 IE (50 µg) |
| Säuglinge | 1.000 IE (25 µg) |
Wichtig dazu: Diese Zahlen sind keine Empfehlung, sondern eine Decke. Und sie gelten für alles zusammen — Tropfen, Kapseln, angereicherte Lebensmittel. Wer in einer Auffüllphase kurzzeitig darüber liegt, tut das in ärztlicher Abstimmung und mit Kontrolle, nicht auf eigene Faust.
Hochdosierte Präparate im fünfstelligen IE-Bereich gehören nicht in die Selbstmedikation. Wer so etwas nimmt, sollte den Wert kontrollieren lassen. Bei anhaltender Übelkeit, Kopfschmerzen, starkem Durst oder häufigem Wasserlassen unter einer Vitamin-D-Einnahme gehört das ärztlich abgeklärt.
Unsere Tropfen mit Hanföl als Trägeröl
Wir führen ein einziges Vitamin-D-Produkt, und zwar aus einem naheliegenden Grund: Vitamin-D-Tropfen brauchen ein Trägeröl, und wir haben eines. Die Tropfen kommen von BioBloom aus Apetlon im Burgenland, das Trägeröl ist Hanfsamenöl.
Sunshine Vitamin D3 & K2 mit Hanföl, 30 ml
- 200 IE Vitamin D3 pro Tropfen — fein dosierbar, damit du die Menge mit deiner Ärztin abstimmen kannst
- Verzehrempfehlung des Herstellers: 4 Tropfen täglich (800 IE) für Erwachsene, 2 Tropfen (400 IE) für Kinder
- Einnahme mittags bis zum frühen Nachmittag, vorzugsweise zu einer fetthaltigen Mahlzeit
- Vitamin D3 aus Algen — pflanzlich und damit auch für eine vegane Ernährung geeignet, dazu Vitamin K2
- Hanfsamenöl als Trägeröl
Zugelassene Angaben: Vitamin D trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei, zur Erhaltung normaler Knochen und Zähne und zur Erhaltung einer normalen Muskelfunktion. Vitamin K trägt zur Erhaltung normaler Knochen und zu einer normalen Blutgerinnung bei.
Gerdas Tipp
Ich sag es, obwohl es gegen den Verkauf spricht: Wenn du gut versorgt bist, bringt dir zusätzliches Vitamin D nichts. Nahrungsergänzung schließt eine Lücke. Ist keine Lücke da, ist auch nichts zu schließen.
Häufige Fragen
Wie nehme ich Vitamin D am besten ein?
Zu einer Mahlzeit, in der etwas Fett steckt — Vitamin D wird im Darm gemeinsam mit Nahrungsfetten aufgenommen. BioBloom empfiehlt für die Sunshine-Tropfen die Einnahme mittags bis zum frühen Nachmittag. Zur besten Tageszeit gibt es wenig belastbare Daten; wichtiger als die Uhrzeit ist, dass du es regelmäßig nimmst.
Wie viele Tropfen sind das konkret?
Ein Tropfen der Sunshine-Tropfen enthält 200 IE Vitamin D3. Die Verzehrempfehlung des Herstellers liegt bei vier Tropfen täglich für Erwachsene, also 800 IE, und zwei Tropfen für Kinder. Wenn du einen Befund hast, stimm die Menge mit deiner Ärztin ab — dafür ist die feine Abstufung da.
Reicht ein Sommerurlaub für den ganzen Winter?
Meist nicht. Der Körper speichert Vitamin D im Fett- und Muskelgewebe, aber die Speicherform hat eine Halbwertszeit von nur wenigen Wochen. Zwei Wochen Süden im August tragen dich nicht durch den Februar.
Hilft Vitamin D gegen Frühjahrsmüdigkeit?
Für Vitamin D gibt es in der EU keine zugelassene Angabe zu Müdigkeit — anders als für Eisen, Magnesium, Vitamin C und mehrere B-Vitamine. Müdigkeit im Frühjahr hat viele mögliche Ursachen, vom Schlafrhythmus bis zum Eisenstatus. Wenn sie dich länger begleitet, ist ein Blutbild der sinnvollere Schritt als ein Präparat auf Verdacht.
Was bringt die Kombination mit Vitamin K2?
Beide Vitamine sind am Knochenstoffwechsel beteiligt, deshalb werden sie häufig gemeinsam angeboten. Zugelassen ist für Vitamin K die Angabe, dass es zur Erhaltung normaler Knochen und zu einer normalen Blutgerinnung beiträgt. Wichtig: Wer blutgerinnungshemmende Medikamente nimmt, bespricht Vitamin K vorher unbedingt ärztlich.
Muss ich Magnesium dazu nehmen?
Magnesium ist an den Umbauschritten des Vitamin-D-Stoffwechsels beteiligt. Daraus wird oft eine Kaufempfehlung gemacht. Sinnvoller ist es, die Zufuhr über das Essen im Blick zu behalten. Eine Portion von 30 g geschälten Hanfsamen liefert 195 mg Magnesium und damit 52 Prozent der Referenzmenge. Magnesium trägt zur normalen Muskelfunktion und zur normalen Funktion des Nervensystems bei.
Gibt es Vitamin D auch für eine vegane Ernährung?
Ja. Das übliche Vitamin D3 stammt aus Wollfett und ist damit nicht vegan. Veganes D3 wird aus Algen gewonnen — so wie in unseren Tropfen. Manchmal wird stattdessen Vitamin D2 aus Pilzen angeboten: Das ist zwar pflanzlich, wird vom Körper aber schlechter verwertet und hält kürzer an. Wer vegan ergänzt, schaut auf D3 aus Algen.
Kann ich meinen Bedarf über das Essen decken?
In der Praxis nicht. Über die Ernährung sind meist nur wenige Mikrogramm pro Tag zu holen. Die ergiebigsten Quellen sind fetter Seefisch wie Hering oder Lachs, dazu Eigelb und einige Pilze. Bei Vitamin D ist die Ernährung die Nebenrolle, die Sonne spielt die Hauptrolle.
Brauchen Kinder Vitamin D?
Für Säuglinge und Kleinkinder gibt es eigene ärztliche Vorgaben, die sich von den Empfehlungen für Erwachsene unterscheiden. Das ist ein Gespräch mit der Kinderärztin, und zwar bevor irgendetwas gegeben wird.
Woher die Zahlen kommen
Quellen anzeigen
- Verordnung (EU) Nr. 432/2012 — Liste zulässiger gesundheitsbezogener Angaben über Lebensmittel
- EFSA Panel on Dietetic Products, Nutrition and Allergies: Dietary Reference Values for vitamin D. EFSA Journal, 2016
- EFSA: Scientific Opinion on the Tolerable Upper Intake Level of vitamin D. EFSA Journal, 2012, aktualisiert 2018
- Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr — Vitamin D
- Bundesinstitut für Risikobewertung: Nahrungsergänzungsmittel mit Vitamin D — sinnvoll oder überflüssig?
- Nährwerte geschälte Hanfsamen: eigene Analyse, Hanfland GmbH
- Verzehrempfehlung und Dosierung: Herstellerangaben BioBloom, Apetlon
Das Fett zur Mahlzeit hast du schon im Haus
Kaltgepresstes Bio-Hanföl und geschälte Hanfsamen aus Hanfthal und von unseren Vertragsanbaupartnern in Niederösterreich. Ein Löffel über den Salat — und die fettlöslichen Vitamine haben ihren Transportweg.
Zum Bio-Hanföl Zu den D3-TropfenWarum ich bei Vitamin D zurückhaltend bin
Mag. Gerda Steinfellner · Ernährungswissenschafterin · Hanfland GmbH
Wir sind ein Lebensmittelbetrieb. Nahrungsergänzung ist bei uns ein schmales Eck im Regal, und das soll sie bleiben. Ich führe die Vitamin-D-Tropfen, weil ich glaube, dass jede und jeder sie braucht.
Was ich dir auch sagen muss:
Dieser Beitrag ersetzt keine ärztliche Beratung. Er soll dir helfen, die richtigen Fragen zu stellen. Die Dosierung gehört zu deinem Befund, und den hat deine Ärztin, nicht ich.
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Gerda 🌱
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